Spiegeltherapie

Bei der Spiegeltherapie wird ein Spiegel so an der Körpermitte eines Patienten plaziert, dass das Spiegelbild der nicht betroffenen Extremität erscheint, als wäre es die betroffene Extremität. Das visuelle Feedback durch den Einsatz des Spiegels bewirkt beim Patienten eine zusätzliche Aktivierung der kontralateralen Hemisphäre des Gehirns.

 

Die Spiegeltherapie ist grundsätzlich für alle Krankheitsbilder geeignet, die mit einer Läsion im zentralen Nervensystem einhergehen und eine Halbseitensymptomatik aufweisen. Für die Anbahnung von Funktionsansätzen bei peripheren Läsionen ist die Spiegeltherapie nicht geeignet.

Jedoch kann die Spiegeltherapie bei peripheren Läsionen zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden.

Zu den Krankheitsbildern, für die die Spiegeltherapie geeignet ist, zählen unter anderem:

  • Durchblutungsstörungen des Gehirns ( verursacht durch einen Schlaganfall, der sich auf unterschiedliche Stromgebiete beziehen kann )
  • Schädel-Hirn-Traumata
  • Gehirntumore ( operierte oder nicht operierte ).

 

Quellenangabe: Spiegeltherapie in der Neurorehabilitation

von Antje Bieniok / Judith Govers / Christian Dohle

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