Ziele des MKT für Jugendliche

  • reflexiver Arbeitsstil statt impulsivem Vorgehen
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit in unterschiedlichen Aufmerksamkeitsbereichen
  • positive Einstellung zur Konzentration
  • Handlungsplanung
  • vernünftiger Umgang mit Fehlern
  • Verbesserung der Selbstständigkeit
  • Zutrauen ins eigene Können
  • Veränderung des Leistungsverhaltens
  • Textverständnis
  • Denk- und Gedächtnisstrategien

 

Inhalt und Ziel des MKT-J ist das Training der Selbststeuerung, um Aufmerksamkeit und Selbstständigkeit der Jugendlichen zu fördern. Sie lernen über das so genannte Laute Denken das Innere Sprechen und bilden so entsprechende Strategien bei dem Lösen von Aufgaben.

Dabei trainieren sie, Aufgabenstellungen zu beachten, zu verstehen und umzusetzen. Sie üben, planvoll und systematisch vorzugehen. Ein reflexiver Arbeitsstil baut sich auf. Gleichzeitig wird dem impulsiven, überstürzten und gedankenlosen Handeln entgegen gewirkt. Trödelnde Schüler trainieren so ein Arbeitsschema, das es ihnen ermöglicht, zügiger vorzugehen.

Der korrekte Umgang mit Fehlern wird im Training ebenfalls eingeübt. Gerade bei Jugendlichen ist es wichtig, dass sie sich zutrauen, eine Aufgabe anzugehen und zu beginnen. Entscheidend ist zunächst einmal der Versuch, egal ob das Ergebnis richtig oder falsch ist. An einer Aufgabe scheitert vor allem derjenige, der nicht versucht hat, sie zu lösen. Die eigenen Ergebnisse werden selbstständig überprüft, auf gemachte Fehler wird gelassener reagiert - ein Fehler ist keine Katastrophe. Er kann verbessert werden.

Besonderes Augenmerk wird auf die Aufgabenstellung gerichtet, da sie häufig flüchtig bearbeitet wird und die Hauptursache für entstehende Fehler ist. Kann die Aufgabenstellung verbal rekapituliert werden, ist es wahrscheinlich, dass der Jugendliche die entsprechende Aufgabe richtig löst.

In allen Evaluationen hat sich gezeigt, dass durch das Training vor allem das instabile Leistungsverhalten von Jugendlichen verbessert wird.

Das Training erhöht die Leistungsmotivation und Anstrengungsbereitschaft der Jugendlichen. Sie beginnen sich etwas zutrauen und erfolgreich mitarbeiten, verhalten sie motivierter und strengen sich an. Sie haben Erfolgserlebnisse und das Training macht ihnen Spaß. Dadurch verändern sie ihre Einstellung und ihr Verhalten. Es gelingt ihnen Aufgabenstellungen zügiger zu bearbeiten. Was jahrelang als Defizit elebt wurde, beginnt nun Spaß zu machen und entwickelt sich zu einer Stärke.

 

 

Quellenangabe: Marburger Konzentrationstraining  für Jugendliche ( MKT-J )

von Dieter Krowatschek / Gita Krowatschek / Gordon Wingert