Gruppentherapie

Eine Gruppe in der Ergotherapie bietet für die Kinder die Möglichkeit, im geschützten Raum soziales Handeln in einer Gruppe von gleichaltrigen zu üben und zu trainieren.

 

Ziele:  

Handeln im sozialen Kontext:

Die Kinder handeln aktiv innerhalb einer Gruppe. Sie müssen sich mit Ihren Altersgenossen auseinandersetzen. Gruppendynamische Prozesse kommen zum Tragen.

Selbst- und Fremdwahrnehmung:                                                                                 

Die Kinder sollen lernen, ihr Verhalten bewusster zu erleben. Sie sollen z.B. ihr Störverhalten in der Gruppe auch als solches wahrnehmen. Gleichzeitig müssen sie akzeptieren, wenn andere ihnen mitteilen, dass ein bestimmtes Verhalten störend war. Sie sollen auch andere in ihrem Verhalten wahrnehmen und entsprechend besprechen können.

Strukturierung und Selbstinstruktion:                                                                          

Die Kinder üben, ihre Aufgaben und Aufträge komplett zu erledigen, ohne sich ablenken zu lassen. Das wird durch zwei Aspekte unterstützt:

  • ein klarer Ablauf der Gruppenstunde mit Bausteinen, die sich in jeder Stunde wiederholen. Die Abfolge ist festgelegt und damit einsichtig, d.h. die Kinder wissen was passiert.
  • Die Kinder lernen, eine Struktur ihrer Arbeitsweise zu entwickeln. Dazu eignen sie sich in ihrer Reihenfolge eindeutige und langsame Vorgehensweisen an.

Handlungskompetenz:

Zur Förderung von Handlungskompetenz als spezifisch ergotherapeutische Aufgabe führt die Gruppe verschiedene Aktionen gemeinsam aus. So ist in diesem Baustein neben der Handlung auch immer ein sozialer Aspekt eingeschlossen.

Zudem ergeben sich Beobachtungsmöglichkeiten über z.B. Aufmerksamkeitsprobleme und emotionales Verhalten des Kindes. Hierdurch lässt sich in Absprache mit dem Arzt die Entwicklung des weiteren therapeutischen Vorgehens unterstützen.

Bei der Konzeption ist darauf zu achten, mit welchem Zielschwerpunkt die Gruppen stattfinden sollen. Der Schwerpunkt kann beispielsweise auf sozialem Handeln liegen, aber auch Aufmerksamkeitsstrategien vermehrt einbeziehen.